Hy­po­the­ken­ver­gleich: güns­tig ins Ei­gen­heim

Wohneigentum wird bei vielen immer beliebter und die Nachfrage nach Immobilien steigt vor allem in grossen Städten. Gerade die derzeit recht niedrigen Zinsen animieren zahlreiche Mieter, den Traum von den eigenen vier Wänden zu verwirklichen. Die vergleichsweise hohen Preise für Immobilien sind mit einer günstigen Finanzierung durchaus zu verkraften. Dabei hat die Auswahl der günstigsten Finanzierung einen hohen Einfluss auf die Gesamtkosten. Ein Hypothekenvergleich verschafft einen Gesamtüberblick über das Finanzierungsangebot der verschiedenen Banken.

Fi­nan­zie­rungs­ar­ten im Hy­po­the­ken­ver­gleich

Immobilienkäufern stehen drei typische Hypothekenarten zur Verfügung. Die einzelnen Finanzierungsmodelle haben jeweils spezifische Vor- und Nachteile. Käufer müssen sich nicht auf eine Hypothek festlegen. Sie können Teilsummen des Finanzierungsbedarfs mit verschiedenen Hypothekenvarianten abdecken.

Die Li­bor-Hy­po­thek

Den Zinssatz der Libor-Hypothek bestimmt der sogenannte Libor. Darunter verstehen Fachleute den Zinssatz, den sich international tätige Banken bei Geldgeschäften gegenseitig gewähren. Bei der Libor-Hypothek wird der Hypothekarzins in fest vereinbarten Abständen alle drei oder sechs Monate an den aktuellen Libor angeglichen. Für Kunden ist diese Hypothek im Vergleich sehr transparent. Es ist jederzeit zu erkennen, wie hoch die Zinsen ausfallen. Denn selbstverständlich möchte auch die Bank an der Hypothek verdienen. Im Hypothekenvergleich zeigt die Libor-Hypothek immer nur eine Momentaufnahme des Marktes. Bei fallenden Zinsen profitieren die Kunden. Steigende Zinsen werden zeitnah weitergegeben und können die monatliche Belastung stark erhöhen.

Die Laufzeit bei Libor-Hypotheken beträgt in der Regel zwischen zwei und sechs Jahre. Die Kündigungsfrist beläuft sich je nach Anbieter auf drei bis sechs Monate. Um nicht von steigenden Zinsen überrascht zu werden, ist es bei vielen Anbietern möglich, ein "Cap" als zusätzliche Absicherung zu vereinbaren. Gegen eine Sonderzahlung zu Vertragsbeginn sind steigende Zinsen ab einem bestimmten Zinssatz gekappt. Dabei gilt: Je niedriger das Zinsdach, desto höher sind die Kosten für diese Absicherung. Solche Vereinbarungen sind erst bei längeren Vertragslaufzeiten von mindestens fünf Jahren rentabel.

Die va­ria­ble Hy­po­thek

Eine variable Hypothek hat keine feste Vertragslaufzeit. Der Hypothekarzins wird in regelmässigen Abständen den Marktverhältnissen angepasst. Die Transparenz ist dabei geringer als bei der Libor-Hypothek. Kunden können diese Hypothek unter Einhaltung der vereinbarten Frist zu bestimmten Stichtagen kündigen. Im Hypothekenvergleich ist das Zinsrisiko bei der variablen Hypothek ebenso gross wie bei der Libor-Variante.

Auch hier ist es möglich, sich gegen eine Sonderzahlung gegen zu hohe Zinsen abzusichern. Die meisten Banken bieten diese Möglichkeiten in ihren Verträgen an. Allerdings muss die Sicherheit relativ teuer erkauft werden. Daher ist es empfehlenswert, mit einem Hypothekenvergleich die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten zu unterschiedlichen Zinssätzen durchzurechnen. Die Entscheidung für eine massgeschneiderte Immobilienfinanzierung benötigt Zeit.

Die Fes­t­hy­po­thek

Festhypotheken bieten Sicherheit über einen langen Zeitraum. Der bei Vertragsabschluss vereinbarte Zinssatz gilt über die gesamte Laufzeit von bis zu zehn oder fünfzehn Jahren. Bevor sich Interessenten so lange binden, ist ein Hypothekenvergleich geradezu Pflicht. Denn bereits geringe Zinsunterschiede haben einen immensen Einfluss auf die Gesamtkosten der Finanzierung. In einem niedrigen Zinsumfeld sind Festhypotheken besonders attraktiv. Sie ermöglichen es, den günstigen Hypothekarzins über einen langen Zeitraum festzuschreiben. Da die Banken bei steigenden Zinsen von einer Festhypothek nicht profitieren, liegen die Zinsen für dieses Modell leicht über dem aktuellen Marktzins.

Mit dem Hy­po­the­ken­ver­gleich spa­ren

Kunden sollten immer einen Hypothekenvergleich nutzen, bevor sie sich für eine Bank entscheiden. Das gilt ebenso für die Erstfinanzierung wie für Umschuldungen und Anschlussfinanzierungen. Bei niedrigen Marktzinsen kann es lohnend sein, bestehende Hypotheken vorzeitig abzulösen und einen neuen Hypothekenvertrag abzuschliessen. Zwar verlangen Banken bei der vorzeitigen Ablösung einer Festhypothek eine Vorfälligkeitsentschädigung, doch eine entsprechend hohe Zinsersparnis wiegt diese Kosten mehr als auf. Mit dem Verivox-Hypothekenvergleich erhalten Immobilienkäufer und Eigenheimbesitzer immer Zugriff auf die aktuell günstigsten Angebote auf dem Markt.

Tipp: Zins­er­spar­nis in die Til­gung ste­cken

Besonders bei Anschlussfinanzierungen für auslaufende Hypothekenverträge ist frühes Handeln sinnvoll. Die rechtzeitige Planung der weiteren Finanzierung ermöglicht es, das beste Angebot zu finden. Unter Zeitdruck gelingt das hingegen meistens nicht. Die Zinsersparnis, die über den Hypothekenvergleich erreicht wird, sollte genutzt werden, um die Tilgung zu erhöhen. Durch die höhere Tilgung verkürzt sich die Finanzierungsdauer, und die Gesamtkosten für den Traum vom eigenen Haus sinken. Auch Möglichkeiten für Sondertilgungen sollten bestenfalls genutzt werden. Ein regelmässiger Hypothekenvergleich zeigt, ob sich die Marktkonditionen ändern. Fallende Zinsen sind Anlass für eine Umschuldung. Bei deutlich steigendem Hypothekarzins kann es also sinnvoll sein, rechtzeitig auf eine Festhypothek umzusteigen.