Ärztin mit Stethoskop
Zürich, 26.09.2016

Nachdem die Prämien in den letzten zehn Jahren jährlich um 3.6 Prozent im Durchschnitt gestiegen sind, steht jetzt eine Erhöhung von 4.5 Prozent bevor. Dabei handelt es sich lediglich um die Erhöhung der Standard-Prämie mit einer Franchise von 300 Franken. In vielen Fällen steigen die Prämien stärker.

Rund ein Viertel der Befragten will bei einer Erhöhung von 4 Prozent die Krankenkasse wechseln. Dies hat das Konsumenten-Portal Verivox in einer repräsentativen Umfrage herausgefunden. Im August und September 2016 wurden 1970 Personen durch das Marktforschungsinstitut GfK Switzerland in der Deutsch- und der Westschweiz online befragt.

Wechselbereitschaft hängt stark an Prämienerhöhung
Steigen die Prämien stark an, wechseln die Versicherten häufiger ihre Krankenkasse. Dies zeigt die Analyse der Umfrage. So wollen bei 2 Prozent Steigerung 13 Prozent der Befragten wechseln. Verdoppelt sich diese auf 4 Prozent, sind es bereits 24 Prozent der Befragten.

«Schneller gewechselt, als die Zähne geputzt.»
Für jeden Vierten kommt ein Wechsel generell nicht in Frage. Erstaunlich: Jeder Sechste weiss es nicht oder hatte auf die Frage keine Antwort. «Dass ein grosser Teil der Bevölkerung einen Wechsel ausschliesst oder sich nicht damit befasst, liegt einerseits an der guten finanziellen Situation vieler und andererseits befürchten die Konsumenten einen grossen Aufwand», vermutet Christoph Biveroni, Versicherungs-Experte vom Konsumenten-Portal Verivox: «Dabei hat man heute schneller die Krankenkasse gewechselt, als die Zähne geputzt!»

Treue Ältere, wechselfreudige Junge und ein Röstigraben
Je jünger der Befragte, desto wechselfreudiger. Bei den 19- bis 25-Jährigen wollen 40 Prozent der Befragten bei einer Erhöhung von 4 Prozent wechseln. Bei den 68- bis 78-Jährigen sind es hingegen nur 9 Prozent.

Die Auswertung macht deutlich: Es gibt einen Röstigraben. So haben rund 31 Prozent der Befragten in der Romandie angegeben, bei einer Erhöhung von 4 Prozent wechseln zu wollen. Bei den Deutschschweizern sind es hingegen nur rund 22 Prozent.

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