Familie mit Fahrrad
Zürich, 18.05.2016

Nach den langen Monaten im Keller kommt das Velo jetzt wieder an die frische Luft: Räder pumpen, Licht kontrollieren, Staub vom Sattel wischen und das Velo ist parat für die warme Saison.

Was passiert, wenn ein Velofahrer oder eine Velofahrerin einen Unfall verursacht und eine Drittperson verletzt oder Schäden an einem Auto verursacht? Seit Abschaffung der Velovignette Mitte 2011 kommt die Privathaftpflichtversicherung für solche Schäden auf.

Egal, ob das Velo nur ab und zu für eine kleine Velotour am Sonntag gebraucht wird oder ob es jeden Tag im Einsatz steht  – eine Privathaftpflichtversicherung ist unerlässlich. Ohne Versicherungsschutz muss der Verursacher für den Schaden persönlich aufkommen. Im schlimmsten Fall kann dies der persönliche finanzielle Ruin bedeuten. Ein Beispiel: Wurde eine Drittperson schwer verletzt und erleidet bleibende Schäden, muss der Verursacher ein Leben lang für die Behandlungskosten des Geschädigten aufkommen.

Wer Kinder hat, sollte prüfen, ob eine Familienpolice vorhanden ist. Darin sind nicht-volljährige Kinder eingeschlossen. Bereits Kleinkinder können mit Laufvelos Schäden verursachen, die schnell teuer werden. Je nach Anbieter sind auch junge Erwachsene bis 25 Jahre noch bei den Eltern mitversichert. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Police zu prüfen und eventuell anzupassen. Auch wer neu Kinder hat, sollte dies der Versicherung mitteilen.

In den meisten Fällen besteht bei der Privathaftpflichtversicherung ein Selbstbehalt. Je nach Anbieter sind dies 200 oder 500 Franken, die der Versicherungsnehmer bei Schäden aus der eigenen Tasche bezahlen muss.

Ist die Versicherungsfrage geklärt, steht einem wunderbaren Frühling und Sommer mit kleinen und grossen Ausflügen mit dem Velo nichts mehr im Weg. Natürlich müssen die Verkehrsregeln beachtet werden und ein Helm ist zwar nicht Pflicht, aber unbedingt empfehlenswert.

Gut zu wissen: Was ist bei der Unfallversicherung zu beachten?