Frau liegt auf der Couch und surft mit Tablet im Web
Zürich, 10.11.2016

Sunrise bietet unter seiner Marke «Yallo» neu ein Abo für den Internet-Zugang an. Yallo bewirbt das Angebot mit «Nie wieder Kabel- und Telefonanschlussgebühren bezahlen». Damit ist klar, dass die Sunrise-Tochter das Angebot für den Internet-Zugang zu Hause vermarkten will. Technisch läuft das Angebot über das Mobilfunknetz von Sunrise.

Die Geschwindigkeit ist bei «Yallo Go!» auf 21 MBit/s im Downstream und 7 Mbit/s im Upstream beschränkt. Die Datenmenge ist nicht limitiert. Das Internet-Abo kostet 39 Franken im Monat. Wer einen 12-Monatsvertrag abschliesst, bezahlt monatlich 29 Franken. Yallo verkauft einen dazu passenden Router für zu Hause für 99 Franken und ein Modem für unterwegs für 39 Franken.

Konkurrenz bietet auch Internet-Flatrates unter 30 Franken
Auch Salt bietet einen unlimitierten Internet-Zugang via Mobilfunknetz an. Dieser kostet 35 Franken im Monat. Allerdings ist die Internet-Geschwindigkeit bei Salt mit bis zu 150 MBit/s wesentlich schneller. Kein entsprechendes Angebot gibt es von Swisscom.

Über eine Festnetz- oder Kabel-TV-Leitung gibt es Angebote von verschiedenen Anbietern. Für 45 Franken gibt es ein Internet-Paket von Sunrise mit 30 MBit/s. Etwas teurer ist UPC mit einem Paket (Internet mit 40 MBit/s, TV, Festnetz) für 49 Franken und Swisscom für 59 Franken (Internet mit 10 MBit/s, TV). Wer einen Glasfaser-Anschluss zu Hause hat, erhält Internet bereits für unter 30 Franken im Monat. So verlangt zum Beispiel der Anbieter «1a Speed» in der Stadt Zürich 27 Franken für einen Internet-Anschluss mit 10 MBit/s.

Zwei grosse Nachteile
Das «Yallo Go»-Angebot hat zwei grosse Nachteile.

  • Da der Zugang über das Mobilfunknetz erfolgt, kann die Geschwindigkeit stark schwanken. Dies, insbesondere wenn sich viele Kunden dafür entscheiden sollten, statt über ein Kabel auch zu Hause über das Mobilfunknetz im Internet zu surfen. Das Netz ist dann schnell überlastet.
  • Viele Häuser sind sehr gut isoliert. Dies führt dazu, dass Mobilfunksignale nur schwach in der Wohnung ankommen. In diesem Fall ist ein Internet-Zugang über das Kabel-TV-Netz oder eine Glasfaserleitung besser. Über WLAN und je nach Anbieter Wifi Calling.

Die TV-Sendung «Kassensturz» hat gestestet. Das Resultat: Es gibt starke Schwankungen. Und an vielen Orten haben die Angebote ungenügend abgeschnitten. Dies betrifft sowohl das «Yallo Go»-Angebot wie auch die Konkurrenzprodukte von Salt und Swisscom.