Reifendruck überprüfen
Zürich, 14.06.2016
Ein falscher Reifendruck kann den Bremsweg verlängern, die Kurvenlage beeinträchtigen und die Reifen erhitzen. Aus diesem Grund müssen in der Schweiz seit dem 1. November 2014 alle Neuwagen mit einem Reifendruck-Kontrollsystem (RDK) ausgestattet sein. Die Sensoren helfen den Autofahrerinnen und Autofahrern, den Luftdruck stets im Auge zu behalten und damit das Unfallrisiko und den Spritverbrauch zu senken.

Welche Reifendruck-Kontrollsysteme gibt es?

Beim aktiven oder direkten System messen die Sensoren den Luftdruck direkt am Reifen. Die Resultate werden per Funk an das Armaturenbrett übermittelt. Das indirekte oder passive System zeichnet die Drehzahl des Rades auf und meldet Abweichungen. Es verwendet die gleichen Sensoren wie bereits vorhandene ABS- und ESP-Systeme. Fällt der Reifendruck, verringert sich der Abrollumfang des Rades. Dadurch dreht sich das Rad schneller. Nach einer gewissen Zeit erkennt der Sensor die zusätzlichen Umdrehungen und schlägt Alarm.

Das indirekte System wird am häufigsten eingebaut. Es ist deutlich günstiger als das direkte System und erfüllt alle gesetzlichen Vorgaben. Allerdings zeigt es den Druckverlust erst nach einer gewissen Zeit an. Aus diesem Grund sollten Sie den Luftdruck auch in Zukunft regelmässig selber testen. Das schützt nicht nur vor Unfällen – Sie sparen auch bares Geld. Ein Reifen verliert in der Regel 0,1 bar pro Monat. Den optimalen Reifendruck für Ihr Fahrzeug erfahren Sie bei Ihrem Garagisten oder bei Ihrem Reifenhändler.

Müssen Sommer und Winterpneus mit einem Reifendruck-Kontrollsystem ausgestattet sein?

Beim indirekten Messsystem benötigen die Reifen keinen Luftdrucksensor. Auch Reserveräder müssen nicht mit Sensoren ausgerüstet sein. Beim direkten Messsystem benötigen alle Reifen einen Sensor.

Muss ich mein Auto mit einem Reifendruck-Kontrollsystem nachrüsten?

Neue Fahrzeuge sind automatisch mit einem Reifendruck-Kontrollsystem ausgerüstet. Ältere Fahrzeuge müssen nicht nachgerüstet werden. Wenn Sie möchten, können Sie das freiwillig tun. Pro Sensor fallen inklusive Montage zwischen 100 bis 200 Franken an. Für acht Räder belaufen sich die Kosten demzufolge auf rund CHF 1’000. Die Batterie hält für 100’000 bis 150’000 Kilometer. Danach muss der komplette Sensor ausgewechselt werden.

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