Weltkarte-Roaming
Zürich, 26.06.2017

Das Konsumenten-Portal Verivox hat rechtzeitig vor dem Ferienbeginn berechnet, was Reisende zahlen, wenn sie in Europa, Australien, Brasilien, Südafrika, Thailand oder den USA Ferien machen.

 

Roaming ist inzwischen oft im Abo enthalten (siehe Verivox-Ratgeber), doch Konsumenten müssen auch im Jahr 2017 aufpassen: Denn die Abos haben bestimmte Einschränkungen. Um hohe Rechnungen zu verhindern, gilt deshalb weiterhin: Zuerst informieren, Optionen und Pakete buchen und erst dann loslegen.

 

Verivox hat anhand eines Profils berechnet, welche Kosten für Roaming anfallen. Der Musterkunde ist 14 Tage in den Ferien und will sich nicht einschränken. Er tätigt 10 Anrufe zu 2 ½ Minuten und wird 10-mal angerufen. Ausserdem überträgt er insgesamt 500 MB. Ein Abo, das Roaming enthält, hat er nicht.

Destination Swisscom Sunrise Salt
Standard­tarif Günstigster Preis Standard­tarif Günstigster Preis Standard­tarif Günstigster Preis
Europa 247 51 563 57 1'083 56
Australien 409 75 1'647 148 7'849 299
Brasilien 496 90 1'647 148 7'849 299
Südafrika 496 90 1'647 148 7'849 299
Thailand 496 90 1'647 148 7'849 299
USA 433 75 563 57 1'083 56

 Quelle: Verivox

 

 

Fazit: Die Unterschiede zwischen dem Standard-Tarif und dem günstigsten Preis sind enorm. Wer sich nicht informiert und die entsprechenden Optionen und Datenpakete kauft, zahlt bis zu 25-mal mehr als mit dem Standardtarif: Für gut vorbereitete Reisende bieten Swisscom, Sunrise und Salt inzwischen bezahlbares Roaming in den untersuchten Feriendestinationen an.

 

Aber selbst beim günstigsten Preis sind die Unterschiede zwischen den Anbietern gewaltig. In Australien zahlen Kunden von Salt zum Beispiel 4-mal mehr als Swisscom-Kunden. Bei Swisscom gibt es Roaming in den fünf untersuchten Ländern für unter 100, bei Sunrise für unter 150 und bei Salt für unter 300 Franken.

 

Vorsicht: In der Werbung zeigen die Provider die günstigen Tarife. Doch die meisten Kunden zahlen gar nicht die beworbenen, sondern die wesentlich teureren Standardtarife.

 

Roaming zu Standardtarifen extrem teuer

Wer einfach verreist, wird zur Kasse gebeten, wie die Analyse von Verivox (siehe Tabelle oben) verdeutlicht. Denn nur Kunden, die sich vor den Ferien bei den Anbietern melden, erhalten die günstigen Preise. So müssen Salt-Kunden gemäss Preisliste mit Kosten von mehreren tausend Franken rechnen.

 

Dies ist jedoch eher eine theoretische Berechnung, denn Salt informiert den Kunden, wenn er 150 Franken für Datenroaming erreicht hat. Ausserdem blockiert er dieses ab 1'000 Franken. Kundenfreundlicher ist die Grenze bei Sunrise und Swisscom: Standardmässig wird das Daten­roaming bei einem Rechnungsbetrag von 100 Franken (Sunrise) bzw. 200 Franken (Swisscom) gesperrt. Auf Wunsch kann der Betrag angepasst werden.

 

Tipps:

  • Konsumenten überschätzen, wie viele Daten sie effektiv übertragen. Meistens reicht ein Paket von 100 MB oder 200 MB für die Ferien völlig aus. Im Gerät kann nachgesehen werden, wie viele Daten tatsächlich übertragen werden.

  • Videos und Musik nur via WLAN streamen. Dies gilt auch für die Cloud-Synchronisation.

  • Internet über ausländisches Mobilfunknetz nur im Rahmen von Datenpaketen nutzen. Kunden können eine entsprechende Einstellung beim Anbieter vornehmen lassen.

  • Cockpit der Anbieter nutzen. Dieses informiert über anfallende Kosten und die übertragene Datenmenge.

  • Kunden von Salt müssen aufpassen: Datenpakete und Optionen gelten jeweils bis zum 9. jedes Monats.

  • Achtung Abo: Bei Sunrise und Salt wird die Roaming-Option als Abo geführt. Das heisst, nach den Ferien muss der Kunde die Option wieder abbestellen.

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