Junge Frau mit Sparschwein
Zürich, 28.09.2017

Die Prämien in der Grundversicherung steigen im nächsten Jahr um durchschnittlich 4 Prozent. Allerdings gilt dieser Anstieg nur für die Minderheit der Schweizer Bevölkerung, die im Standardmodell versichert sind und die tiefste Franchise von 300 Franken haben. Viele Konsumenten sind mit deutlich höheren Aufschlägen konfrontiert.

Einfach hinnehmen und die teuren Prämien zahlen, muss aber niemand:

3 Tipps, um Prämien zu sparen

1. Zu einer günstigeren Krankenkasse wechseln

Die Krankenkassen müssen in der Grundversicherung genau die gleichen Leistungen bezahlen. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Wer also eine günstigere Krankenkasse findet, kann dorthin wechseln, ohne Leistungseinbussen befürchten zu müssen. Einige Kassen wie die Assura wickeln die Kommunikation vorrangig über ein Online-Portal ab. Wer gerne papierlos ist, wird dies als Vorteil empfinden, wer Kommunikation via Post schätzt, sollte sich eine andere Kasse suchen.

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2. Die passende Franchise wählen  

Die Franchise ist eine Beteiligung des Versicherten an seinen Behandlungskosten: Je höher die Franchise, desto günstiger die Prämie. Wer also hohe Gesundheitskosten erwartet, sollte eine tiefe Franchise wählen. Als Richtwert gelten Gesundheitskosten von 2’000 Franken pro Jahr. Wer gesund ist und keine grösseren Ausgaben im kommenden Jahr erwartet, wählt eine hohe Franchise.

Wichtig: Wer sich für eine hohe Franchise entscheidet, sollte mindestens den Betrag der Franchise plus den Selbstbehalt (10% oder maximal 700 Franken pro Jahr) auf die Seite legen, damit er im Notfall darauf zugreifen kann. Bei einer 2’500er-Franchise sind dies 3'200 Franken.

Bei Kindern lohnt sich eine Wahlfranchise in der Regel nicht, da die Rabatte tief sind und Kinder öfters zum Arzt müssen. Sinnvoll ist die Standard-Franchise von 0 Franken.

3. Mit alternativen Versicherungsmodellen sparen

Die Krankenkassen bieten neben dem Standardmodell auch sogenannte alternative Modelle an. Diese bedeuten allerdings eine Einschränkung gegenüber dem Standardmodell, das einen direkten Zugang zum Facharzt ermöglicht. Die Modelle im Überblick:

Hausarztmodell: Bei diesem Modell ist der Hausarzt die erste Anlaufstelle für den Versicherten. Wer bereits einen guten Hausarzt hat, empfindet dies vermutlich nicht als Einschränkung.

HMO-Modell: Wählt der Versicherte dieses Modell, muss er im Behandlungsfall zuerst zu einem vorher definierten Ärztezentrum zu gehen. Diese befinden sich vor allem in städtischen Gebieten. Da Ärzte unterschiedlicher Fachbereiche dort gemeinsam praktizieren, muss auch das HMO-Modell nicht als Einschränkung betrachtet werden.

Telmed-Modell: Der Patient verpflichtet sich, zuerst bei einer medizinischen 24h-Hotline anzurufen. Das medizinisch geschulte Personal entscheidet dann über die nächsten Behandlungsschritte. Oft kann der Versicherte auch direkt mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen und sogar Bilder einsenden. Die ständige Verfügbarkeit kann bei diesem Modell als Vorteil wahrgenommen werden. Oftmals erspart sich der Patient auch durch eine kompetente Beratung die Zeit im Wartesaal in der Praxis oder im Spital.

Gut zu wissen: Im Notfall gelten die Einschränkungen nicht. Der Patient kann direkt zur nächsten medizinischen Einrichtung gehen.

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