Familie fährt in die Skiferien
Zürich, 12.01.2017

Die schönen Bilder auf der Website des Familien-Hotels zeigen entspannte Eltern und strahlende Kinder. Die Vorfreude auf die kommenden Sportferien steigt mit jedem Klick. Im Kopf entstehen Bilder, wie man gemütlich auf der Sonnenterrasse sitzt und ein Cüpli trinkt. Die Kinder spielen derweil in der Vorstellung zufrieden im Schnee oder sind in der Skischule untergebracht. Und dann kommt die Realität. Sie beginnt mit der Anreise.

Anreise mit dem Auto wird zur Nervenprobe

Am Tag vor der Abreise stellt man fest, dass man Schneeketten braucht, um ins Skigebiet zu kommen. In aller Eile werden diese dann besorgt. Bevor noch mehr vergessen geht, hier ein paar nützliche Tipps.

1. Checkliste abarbeiten

__ Winterreifen

__ passende Schneeketten (probeweise montieren)

__ Scheinwerfer & Scheibenwischer kontrollieren

__ Frostschutzmittel im Kühlwasser und in der Scheibenwaschanlage prüfen

__ Öl- und Batteriestand prüfen

__ Mautvignette (Österreich, Frankreich und Italien teilweise)

__ Höchstgewicht bei Dachbox nicht überschreiten (Info des Herstellers beachten)

__ Schweres nach unten, Leichtes sichern (Decke auf die Ladung im Kofferraum, mit Zurrgurten festmachen)

__ Warndreieck, Verbandskasten, Warnweste, Abschleppseil, Starthilfekabel, Taschenlampe, Eiskratzer und Türschloss-Enteiser (auch für die Dachbox) nicht unter allen anderen Sachen «vergraben», um rasch auf sie zugreifen zu können.

2. Stau vermeiden trotz Schulferien

Dann endlich geht es los. Um dem Stau zu entgehen, will die Familie um 6 Uhr losfahren. Aber es kommt anders: Die Kinder sind so müde, dass sie sich nicht anziehen wollen (Zeitverlust durch Gequengel und Rumtrödeln: +40 Minuten). Dann wird noch das Lieblingskuscheltier der kleinen Tochter gesucht (+20 Minuten). Als endlich alle im Wagen sitzen, muss der ältere Sohn noch aufs WC (+10 Minuten). Nachdem das Auto die Ortschaft verlassen hat, fällt dem Vater ein, dass die Pässe noch auf dem Küchentisch liegen (+20 Minuten). 1,5 Stunden Verspätung: Um 7.30 Uhr verlässt das Auto erneut die Ortschaft. An der Autobahneinfahrt bildet sich der erste Stau.

Schulferien stellen alle Familie vor das selbe Dilemma: Wie soll ich staufrei zur Feriendestination kommen, wenn alle anderen gleichzeitig fahren?

Tipp: Wer sich nicht in Schrittgeschwindigkeit bis zum Hotel durchquälen will, benötigt eine gute Portion Disziplin. Am besten am Tag vor der Abreise früh ins Bett gehen und dann am folgenden Tag um 4 Uhr morgens losfahren. Für die Kinder schon am Abend vor der Abfahrt Decken ins Auto legen und Frühstück vorbereiten. Dann können die Kinder im Halbschlaf und Pyjama im Kindersitz weiterdösen.

Wer bei der Ankunft vor dem luxuriösen Problem steht, dass das Zimmer noch nicht bezugsbereit ist, geht direkt auf die Piste, ins Restaurant oder ins Schwimmbad.

Wer ins Ausland fährt, kann sich die Mautvignette auch vorher besorgen. Gerade in Österreich bilden sich oft Schlagen vor der ersten Tankstelle, an der man die Vignette erwerben kann. Für Frankreich und Italien kann man sogenannte Mautboxen kaufen, mit denen man speziell reservierte Spuren an den Mautstationen passieren kann. Dies lohnt sich aber eher für Familien, die häufiger in diese beiden Länder fahren. Die Bezahlung erfolgt automatisch und bargeldlos. In Frankreich kann man damit auch in vielen Parkhäusern parkieren, ohne ein Ticket lösen zu müssen. Eine grosse Auswahl bietet zum Beispiel tolltickets.com. Für Österreich und Italien kann man die Mautvignetten auch beim TCS bestellen.

3. Langeweile auf der Reise wegspielen

Nach einer Stunde stop and go endlich freie Fahrt. Die Kinder werden nun aber langsam unruhig.

Spielvorschläge gegen die Langeweile:

Die analogen Klassiker:

  • Ratespiel «Ich sehe etwas, was du nicht siehst und das ist GRÜN». Der Fahrer sollte hier besser nicht mitmachen.

  • Zähl-Spiel: Wer zählt die meisten ROTEN Autos innerhalb einer Minute.

  • Namen-Schlange: Spieler 1 sagt einen Namen. Spieler 2 muss einen neuen Namen mit dem letzten Buchstaben des ersten Namens bilden: Anne-Eva-Adam-Miro-Omar

  • Der Klassiker «Koffer-Packen» (hoffentlich fällt niemandem ein, dass etwas nicht eingepackt wurde…)

  • Hörspiele

Ist die Konzentration erschöpft, Computerspiele, Filme etc. rausholen. Die gehen immer, sind aber viel weniger kommunikativ und das Erlebnis mit der Familie bleibt auf der Strecke.

Viele Stunden später: Die Nerven liegen teilweise blank, aber die Familie ist im Hotel angekommen. Die Kinder wollen einen Schneemann bauen. Die Ferien können beginnen.

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