Skiunfall
Zürich, 08.01.2018

Viele Schweizer verbringen ihre Freizeit auf der Piste. Das Risiko, sich beim Skifahren zu verletzen, ist besonders auf engen und steilen Pisten enorm. Aber selbst wer vorsichtig fährt, kann von einem anderen Fahrer angefahren werden. Das Konsumenten-Portal Verivox zeigt, wie sich Schneesportler im In- und Ausland richtig versichern.

Bei der Unfallversicherung ist es entscheidend, ob der Verunfallte bei einem Arbeitgeber mindestens acht Stunden in der Woche tätig ist. In diesem Fall werden die Kosten der Behandlung weitgehend von der obligatorischen Unfallversicherung gemäss Unfallversicherungsgesetz (UVG) gedeckt. Die Unfallversicherung übernimmt alle medizinisch notwendigen Kosten, dazu gehören auch Notfalltransporte, inklusiv Helikopter.

Unfall im Ausland: Wie ist das versichert?

Viele Schweizer verbringen ihre Skiferien im Ausland. So ist Österreich seit Jahren hoch im Kurs bei den Schweizer Wintersportlern. Wer seine Ferien im östlichen Nachbarland oder im sonstigen Ausland verbringt, ist bei einem Unfall über die obligatorische Unfallversicherung versichert.  Allerdings übernimmt diese maximal den doppelten Betrag der Kosten, die eine Behandlung in der Schweiz gekostet hätte (Art. 17 UVV).

Bei einer Reise in Länder mit hohen Kosten für Gesundheitsleistungen wie die USA oder Japan sollten die Konsumenten unbedingt eine Unfallzusatzversicherung abschliessen, z.B. mit einer Krankenzusatz- oder Reiseversicherung.

Transportkosten im Ausland

Ist eine Rettung oder Bergung medizinisch notwendig, wird diese ebenfalls von der obligatorischen Unfallversicherung übernommen. Allerdings werden Kosten von höchstens einem Fünftel des Höchstbetrags des versicherten Jahresverdienstes vergütet (Art. 20 UVV).

Unfallversicherung für Rentnerinnen, Hausmänner und Kinder

Wer weniger als acht Stunden in der Woche beim gleichen Arbeitgeber tätig oder nicht erwerbstätig ist, muss sich über die obligatorische Krankenversicherung (KVG) unfallversichern. Ist eine Rettung in der Schweiz medizinisch notwendig, übernimmt die Krankenversicherung 50 Prozent der Kosten; maximal 5'000 Franken pro Kalenderjahr. An den Transport zahlt sie ebenfalls die Hälfte, aber maximal 500 Franken pro Kalenderjahr.

Für eine Spitalbehandlung im Ausland zahlt die obligatorische Krankenversicherung höchstens den doppelten Tarif, der in der allgemeinen Abteilung im Wohnkanton berechnet wird.  

Aufgepasst: Die Leistungen über die Krankenversicherung (KVG) sind schlechter als die der obligatorischen Unfallversicherung (UVG). So gibt es weniger oder keine Leistungen bei Taggeld, Invalidenrente und Todesfallleistungen. Ausserdem muss der Versicherte die Franchise und einen Selbstbehalt von 10 Prozent (maximal 700 Franken pro Jahr) zahlen.

Jetzt die passende Krankenkasse finden!

 

Weitere Informationen