Person mit gebrochenem Bein im Krankenhaus
Zürich, 11.09.2016

Jede Person in der Schweiz muss eine Unfallversicherung haben. Diese läuft bei Berufstätigen über den Arbeitgeber. Verivox gibt 5 Tipps, um bei der Unfallversicherung Geld zu sparen.

Tipp 1: Sparen für Berufstätige

Wer berufstätig ist und mehr als acht Stunden pro Woche angestellt ist, wird über den Arbeitgeber unfallversichert. Und zwar gegen Unfälle, die sich während der Arbeitszeit (Berufsunfälle) und in der Freizeit ereignen (Nicht-Berufsunfälle). Grundlage ist das Unfallversicherungsgesetz (UVG).

Es lohnt sich daher, auf der Police der Krankenkasse zu kontrollieren, ob die Unfalldeckung eingeschlossen ist. Dies wäre unnötig.

Achtung: Wer weniger als acht Stunden pro Woche arbeitet, ist nur gegen Berufsunfälle beim Arbeitgeber versichert und muss den Zusatz Unfall über die Krankenkasse einschliessen.

Tipp 2: Sparen für Arbeitslose

Arbeitslose sind nicht mehr über den früheren Arbeitgeber unfallversichert. Der Schutz verfällt 30 Tage nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Personen, die allerdings Arbeitslosengeld beziehen, können für die Bezugsdauer der Taggelder die Unfalldeckung ausschliessen. Sie sind über die Schweizerische Unfallversicherung (SUVA) gegen Unfälle versichert.

Tipp 3: Sparen in der Auszeit

Wer eine längere Auszeit nimmt, kann auch eine Abredeversicherung abschliessen. Durch diese geniesst der Versicherte weiterhin den besseren Versicherungsschutz des UVG. Die Abredeversicherung kann man für maximal 6 Monate über die Unfallversicherung des bisherigen Arbeitsgebers abschliessen. Die Monatsprämie beträgt bei der SUVA 45 Franken, bei anderen Kassen ist sie auch schon für 25 Franken zu haben.

Tipp 4: Sparen für Rekruten

Wer länger im Militär oder Zivilschutz ist (mehr als 60 aufeinanderfolgende Tage) braucht keinen privaten Unfallschutz. Während der Dienstzeit kommt die Militärversicherung für die Kosten von Unfall und Krankheit auf.

Tipp 5: Sparen beim Auslandsaufenthalt

Wer seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt, kann sich bei seiner Krankenkasse komplett abmelden. Personen, die sich aber nur vorübergehend im Ausland aufhalten, zum Beispiel für ein Austauchsemester oder für eine Reise, müssen weiterhin in der Schweiz gegen Unfall versichert sein.

Gut zu wissen: Das KVG deckt die Kosten für Krankheit und Unfall auch im Ausland. Die Vergütungen beschränken sich allerdings auf das Doppelte der Kosten, die die Behandlung in der Schweiz gekostet hätte.

Der Reise-Tipp von Verivox: Wer im Ausland auf Reisen ist, sollte für diese Zeit eine zusätzliche Versicherung abschliessen. So schützt er sich vor den finanziellen Folgen, die eine Krankheit oder ein Unfall im Ausland hätten. Empfehlenswert ist dies vor allem bei Reisen in Länder mit hohen Behandlungskosten wie die USA oder Japan.

Zusatzversicherung für mehr Leistungen

Versicherte, die eine Zusatzversicherung bei einer Krankenkasse haben, sollten unbedingt auch die Unfalldeckung mit einschliessen. Im Fall eines Unfalls geniessen sie dann dieselben Leistungen wie im Krankheitsfall, z.B. die Unterbringung in einem Einzelzimmer oder höhere Kostenbeteiligungen im Ausland. Den Zusatz Unfall erhalten Kunden in der Regel für einen geringen Aufpreis dazu.

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