Drei Skifahrer beim Langlauf
Zürich, 09.03.2017

Im Sportkalender der Schweiz jagt ein Highlight das nächste. Am 12. März 2017 findet der Engadin Skimarathon statt, am 9. April der Zürich Marathon und am 30. Juli der Ironman Switzerland – nur um drei Beispiele zu nennen. Verivox erklärt, welche Versicherung zahlt, wenn der Athlet stürzt und Skier oder Bike geklaut werden.

Fast 13'000 Athleten nahmen 2016 am Engadin Skimarathon teil. Beim letztjährigen Zürich Marathon waren es ebenfalls beachtliche 9'000 Läufer. Selbst beim Extremevent Ironman starteten über 2'000 Triathleten. Solche Grossveranstaltungen ziehen Menschenmassen an. Immer wieder kommt es vor, dass in dem Trubel Diebe ihr Unwesen treiben.

Selbst in der für die Teilnehmer reservierten Wechselzone des Ironmans wurden in der Vergangenheit Velos entwendet. Wer darauf setzt, dass die Veranstalter in solchen Fällen haften, wird in den AGBs eines Besseren belehrt. Daher sollten alle Sportler selbst für ihre Versicherung sorgen.

Hausratversicherung für Diebstähle

Für Diebstähle kommt die Hausratversicherung auf. Dabei wird unterschieden, wo der Gegenstand entwendet wurde. Passiert dies ausserhalb der eigenen vier Wände, braucht der Versicherte den Zusatz «Einfacher Diebstahl auswärts». Die meisten Gesellschaften bieten Versicherungssummen zwischen 2’000 und 5'000 Franken an. Tipp: Oftmals lohnt es sich, die Sportgeräte zum Neuwert versichern zu lassen. Das heisst, dass bei einem Diebstahl der Betrag erstattet wird, den ein Neukauf kosten würde. Wer sehr teure Ski oder Velos hat, sollte sich für eine höhere Deckung mit seiner Versicherung in Verbindung setzen.

Sturz am Sportanlass: Wer trägt die Behandlungskosten?

Für die Athleten bedeutet es das Ende des Wettkampfs: Der Skifahrer bricht sich beim Sturz das Handgelenk, der Marathonläufer leidet unter einem entzündeten Kniegelenk, oder der Triathlet erleidet einen Schwächeanfall. Dies ist sehr ärgerlich für die Sportler. Ein Trost ist, dass immerhin für die Behandlungskosten die Unfallversicherung aufkommt.

Wichtig: Wer mehr als 8 Stunden pro Woche arbeitet, ist automatisch über den Arbeitgeber unfallversichert. Alle anderen müssen diesen Schutz durch ihre Krankenkasse decken lassen.

Expertentipp: Hat ein Sportler bereits eine Zusatzversicherung bei seiner Krankenkasse, sollte er den Zusatz Unfall einschliessen. Zumal dieser meist recht günstig ist. Der Patient hat dann, je nach Versicherung, Anspruch auf höhere Leistungen beim Unfalltaggeld, ein Einzelzimmer oder die Behandlung durch den Chefarzt.

Annullations-Versicherung bei Krankheit oder Unfall

Das Glück spielt bei Wettkämpfen immer eine Rolle – besonders, was die Gesundheit vor dem Anlass angeht. Erkältung, Magen-Darm-Grippe oder ein verstauchter Zeh sind die natürlichen Feinde jedes Sportlers. Kann er dadurch nicht am Wettkampf teilnehmen, ist das bitter. Hat er eine Annulations-Versicherung abgeschlossen, kann er sich immerhin bereits getätigte Ausgaben zurückerstatten lassen. Je nach Deckung zahlt die Versicherung die Anmelde-Gebühren, die Kosten für die Anreise und das Hotelzimmer.

Den Konkurrenten abgedrängt: Beinbruch

Besonders bei Steigungen wird der Trainingszustand der Langläufer sichtbar. Die einen quälen sich mit breitaufgestellten Skiern den Hügel hoch, die anderen versuchen an diesen vorbeizukommen. Bei der anschliessenden Abfahrtsstrecke ist die Erlösung dann umso grösser. Im Moment kurzer Unaufmerksamkeit hat man schnell einen Konkurrenten abgedrängt. Dieser kann nicht mehr bremsen und fährt in einen Baum. Das Resultat ist ein gebrochenes Bein.

Für den Verunfallten und den Unfallverursacher ist ein solches Szenario ein Albtraum. Aus versicherungstechnischer Sicht gibt es dazu Folgendes zu sagen: Die Privathaftpflicht des Unfallverursachers übernimmt die Transport- und Behandlungskosten des Verletzten. Dazu gehören auch Therapien oder ein Aufenthalt in einer REHA-Klinik. Hat der Versicherte allerdings grob fahrlässig gehandelt und den Unfall provoziert, kann die Versicherung die Leistungen kürzen oder sogar gänzlich streichen. Dies ist in oben beschriebenen Szenario allerdings nicht der Fall.

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