X-Ray Analyse
Zürich, 09.01.2018

Die Versicherten können zwischen dem Standardmodell und den alternativen Modellen wählen. Verivox gibt eine Übersicht. 

Standardmodell: freie Arztwahl

Beim Standardmodell gibt es keine Einschränkungen in punkto Arztwahl. Die Versicherten entscheiden selber, zu welchem Arzt sie gehen wollen. Auch der direkte Besuch beim Spezialisten steht ihnen offen. Das Standardmodell ist in der Regel am teuersten und wird daher von immer weniger Personen gewählt. Nur noch rund 38 Prozent haben sich dafür entschieden.

Sparmodelle mit attraktiveren Prämien werden als alternative Versicherungsmodelle bezeichnet. Rund zwei Drittel der Schweizer Versicherten sind so versichert. Alternative Versicherungsmodelle sind bis zu einem Viertel günstiger als das Standardmodell, bringen aber Einschränkungen wie zum Beispiel bei der freien Arztwahl mit sich. Ausgenommen sind – wie bei allen alternativen Versicherungsmodellen – Notfälle, Kontrollen beim Augenarzt und der Frauenärztin.

Es existieren folgende Varianten: Hausarzt-, HMO- und Telmedmodelle. Ausserdem bieten neu einige Kassen auch Apotheken-Modelle an. 

Hausarztmodell: immer zuerst zum Hausarzt

Beim Hausarztmodell verpflichten sich der Versicherte, immer zuerst den Hausarzt aufzusuchen. Dieser kann Bagatellfälle selber behandeln und schwerwiegendere Erkrankungen an einen Spezialisten überweisen. Dadurch werden Kosten vermieden. Je nach Krankenkasse und Produkt kann der Hausarzt frei bestimmt oder aus einer Liste von Hausärzten der Krankenkasse ausgewählt werden. Die Einschränkung der freien Arztwahl wird mit Prämienrabatten belohnt. 

Telmedmodell: immer zuerst die Hotline anrufen

Bei den Telmedmodellen verpflichtet sich der Versicherte, im Krankheitsfall immer zuerst telefonisch ein Beratungszentrum zu kontaktieren und nicht gleich zum Arzt zu gehen. Medizinische Fachpersonen machen telefonisch erste Abklärungen, geben Rat und leiten die Versicherten, wenn nötig, an einen Arzt oder an ein Spital weiter. Die Hotline der Telmedmodelle ist an jedem Tag während 24 Stunden erreichbar und kann daher auch mitten in der Nacht Rat geben.

HMO-Modell: immer zuerst in die Gruppenpraxis

HMO bedeutet Health Maintenance Organization. In den HMO-Zentren praktizieren Hausärzte und Spezialisten unter einem Dach. Erster Ansprechpartner für den Versicherten ist zwingend das HMO-Zentrum. Bei Bedarf überweist der zuständige Arzt den Patienten an einen Spezialisten. Dieses Vorgehen spart Kosten und der Versicherte profitiert von tieferen Prämien.

Weitere Alternative Modelle

Neu auf dem Markt sind seit letztem Jahr Apothekenmodelle. Die Anbieter arbeiten mit Partner-Apotheken zusammen, in denen sich der Versicherte vor einem Arztbesuch Rat holen muss. Kleinere Wehwehchen werden vor Ort behandelt. Bei gravierenden Problemen wird der Patient an einen Arzt oder ein Spital überwiesen. Ausserhalb der Öffnungszeiten gibt es eine Hotline, die der Versicherte kontaktieren kann. 

Einige Krankenkassen bieten auch ein Produkt an, bei dem der Versicherte zuerst eine medizinische Hotline anrufen muss. Diese verweist den Patienten dann bei Bedarf an einen vorher definierten Hausarzt. 

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