Marathonläufer
Zürich, 06.04.2017

9'292 Läufer haben sich für den diesjährigen Zürich Marathon angemeldet. Während es 2016 sogar schneite, ist am Sonntag nicht damit zu rechnen, dass die Athleten im Schneematsch ausrutschen. Mit Temperaturen um die 20 Grad werden vielmehr optimale Bedingungen herrschen.

Das Glück, nicht nur mit dem Wetter, spielt bei Wettkämpfen immer eine Rolle – das gilt insbesondere auch für die Gesundheit vor dem Anlass. Erkältung, Magen-Darm-Grippe oder ein verstauchter Zeh sind die natürlichen Feinde des Marathonläufers. Kann er dadurch nicht am Wettkampf teilnehmen, ist das bitter. Hat er eine Annulations-Versicherung abgeschlossen, kann sich der Sportler immerhin bereits getätigte Ausgaben zurückerstatten lassen. Je nach Deckung zahlt die Versicherung die Anmelde-Gebühren, die Kosten für die Anreise und das Hotelzimmer.

Wer trägt die Behandlungskosten?
Ein verstauchtes Fussgelenk, Blasen an den Füssen schon bei Kilometer 5 oder ein, durch einen Sturz verursachten, Bruch – für die Athleten bedeutet es meist das Ende des Wettkampfs. Dies ist sehr ärgerlich für die Sportler. Ein Trost ist, dass immerhin für allfällige Behandlungskosten die Unfallversicherung aufkommt. Wichtig: Wer mehr als 8 Stunden pro Woche arbeitet, ist automatisch über den Arbeitgeber unfallversichert. Alle anderen müssen diesen Schutz durch ihre Krankenkasse decken lassen.

Expertentipp: Hat ein Sportler bereits eine Zusatzversicherung bei seiner Krankenkasse, sollte er den Zusatz Unfall einschliessen. Zumal dieser meist recht günstig ist. Der Patient hat dann, je nach Versicherung, Anspruch auf höhere Leistungen beim Unfalltaggeld, ein Einzelzimmer oder die Behandlung durch den Chefarzt.

Einen anderen Sportler zum Stolpern gebracht

Kommt es an einer engen Stelle zu einem Gedränge, ist es schnell passiert und man hat einen Konkurrenten zum Stolpern gebracht. Hat sich dieser verletzt, ist dies für beide Sportler ein Albtraum. Aus versicherungstechnischer Sicht gibt es dazu Folgendes zu sagen: Die Privathaftpflicht des Unfallverursachers übernimmt die Transport- und Behandlungskosten des Verletzten. Dazu gehören auch Therapien oder ein Aufenthalt in einer REHA-Klinik. Hat der Versicherte allerdings grob fahrlässig gehandelt und den Unfall provoziert, kann die Versicherung die Leistungen kürzen oder sogar gänzlich streichen. Dies ist im oben beschriebenen Szenario allerdings nicht der Fall.

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Christoph Biveroni, Versicherungs-Experte Verivox