Autoversicherung kündigen

Ein Wechsel der Autoversicherung lohnt sich, wenn Angebote anderer Versicherungen bessere Konditionen bieten und/oder mehr Zusatzleistungen inbegriffen sind. Ein kritischer Blick auf die eigene Versicherung und das dazugehörige Kleingedruckte sowie auf aktuelle Offerten kann beim Sparen helfen. Allerdings darf der Vertrag nicht jederzeit gekündigt werden. Bei einem Versicherungswechsel gibt es einiges zu beachten.

Wann kann die Autoversicherung gekündigt werden?

Es gibt mehrere Zeitpunkte, zu denen Kunden ihre Auto-Versicherung kündigen respektive wechseln können. Dabei müssen sie beachten, dass das Versicherungsjahr bei vielen Anbietern nicht mit dem Kalenderjahr übereinstimmt.

Kündigung nach Vertragsablauf

Die meisten Versicherungsverträge können nach Ablauf einer eventuellen Mindestvertragslaufzeit jährlich gekündigt werden. Dabei ist allerdings eine Kündigungsfrist einzuhalten, die in der Regel drei Monate beträgt. Es empfiehlt sich, die Länge der Kündigungsfrist in der Police nachzulesen, bevor die Kündigung geschrieben wird.

Kündigung beim Fahrzeugwechsel

Wird das bisherige Auto abgemeldet, kann die Kündigung ohne Einhaltung von Fristen und unabhängig vom Vertragsablauf erfolgen. Die Kündigung gilt normalerweise ab dem Abmeldedatum des Autos. Die neue Versicherung für das neue Auto haftet ab dem Umschreibedatum beim Strassenverkehrsamt.

Kündigung bei einem Wechsel des Halters

Wird das Auto verkauft, kann die Kündigung ebenfalls ohne Einhaltung von Fristen erfolgen. Dies gilt auch, wenn das Auto durch einen Erbgang den Eigentümer wechselt.

Achtung: Die Auto-Haftpflichtversicherung geht automatisch auf den neuen Eigentümer über, die Kündigung muss deshalb durch ihn erfolgen. Händler nehmen dies üblicherweise automatisch vor. Bei einem Privatverkauf empfiehlt es sich, die Autoversicherung selbst schriftlich über den Verkauf und die Abmeldung zu informieren.

Kündigung wegen Prämienerhöhung

Ändert die Versicherung die Prämienhöhe oder die Vertragsbedingungen, ist eine Kündigung zum Ende des Versicherungsjahres möglich. Das Kündigungsschreiben muss bis zum letzten Tag des Versicherungsjahres bei der Versicherung eingetroffen sein.

Achtung: Bei manchen Autoversicherungen gelten hier Einschränkungen. Diese können in den Vertragsbedingungen nachgelesen werden. Das Kündigungsrecht gilt darüber hinaus nicht, wenn die Erhöhung aufgrund einer selbst gewünschten Vertragsanpassung erfolgt.

Kündigung nach Schadenfall

Auch nach einem Schadenfall ist ein Versicherungswechsel möglich. Ist die Versicherungsgesellschaft verpflichtet, für einen Schaden eine Entschädigung zu zahlen, so steht es dem Versicherten wie auch dem Versicherer frei, den Versicherungsvertrag zu kündigen. Erklärt sich die Versicherungsgesellschaft zur Übernahme der Kosten bereit, so bleiben dem Versicherungsnehmer 14 Tage Zeit, um die Kündigung einzureichen. Sobald das Kündigungsschreiben eingeht, erlischt auch die Deckung.
Wenn die Kündigung vom Versicherer ausgeht, so besteht der Versicherungsschutz noch 14 Tage nach Erhalt des Kündigungsschreibens.

  • Basis für eine Entscheidung sollten immer die eigenen Anforderungen an die Autoversicherung sein. Sinn macht, nur das zu versichern, was zum Zeitpunkt des Abschlusses tatsächlich benötigt wird. Sollten sich die Anforderungen verändern, können jederzeit Ergänzungen gemacht werden. Mit einem klaren Bedürfniskatalog können vergleichbare Offerten eingeholt und verglichen werden.

  • Die Liste der eigenen Anforderungen an die Autoversicherung sollte zumindest Antworten auf diese Fragen geben:

    • Wird nur eine Haftpflichtversicherung benötigt oder auch eine Kasko- bzw. Insassen-Versicherung?
    • Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung?
    • Welche Bereiche sollen versichert sein (Diebstahl, Marder, Parkschäden, etc.)?
    • Soll ein Bonusschutz enthalten sein?
    • Ist ein Grobfahrlässigkeitsschutz notwendig?
    • Welche Serviceleistungen werden benötigt (Pannenservice, Hilfe bei einem Auslandsschaden usw..)?
  • In vielen Fällen ja, weil dadurch die Prämien gesenkt werden können. Die Höhe des Selbstbehalts ist allerdings mit Bedacht zu wählen. Dieser Betrag muss im Schadenfall nämlich auch bezahlt werden können.

  • In der Regel laufen die Versicherungsverträge ein Jahr. Ist das Versicherungsjahr abgelaufen,  hat der Versicherungsnehmer die Möglichkeit, zu einer günstigeren Versicherung zu wechseln. Längere Vertragslaufzeiten sind häufig an günstigere Prämien geknüpft. Verträge mit Laufzeiten von weniger als einem Jahr erhöhen die Prämie merklich.

  • In vielen Fällen ja, denn diese reduzieren üblicherweise die Prämie. Voraussetzung ist jedoch, dass der Versicherungsnehmer diese Verpflichtungen tatsächlich einhalten kann.

  • Die gewählte Anzahl Angebote soll eine fundierte Entscheidung ermöglichen. Ziel soll sein, die optimale Versicherung zu finden. Online-Vergleiche geben schnell und unkompliziert einen guten Überblick. Offerten können per Mausklick eingeholt und danach im Detail verglichen werden.

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