Mann im Café am Smartphone

Dank dem Smartphone können wir heute viele praktische Dienste nutzen –jederzeit und überall. Whats App, E-Mail oder Google Maps sind ständige Begleiter. Dafür ist aber  eine gute Internet-Verbindung nötig. Verivox sagt Ihnen, was Sie bei der Nutzung des mobilen Internets mit dem Smartphone beachten sollten.

Je nach persönlichem Nutzungsverhalten müssen Konsumenten auf unterschiedliche Einzelheiten achten. Vor der Tarifwahl sollten sich Anwender überlegen, welche Dienste man wie intensiv nutzen möchte.

Datenmenge
Ein wichtiger Punkt ist die verbrauchte Datenmenge. Als Faustregel gilt: Videos, Musik und Radiostreaming brauchen ein grosses Datenvolumen -  wenn die Daten nicht lokal auf dem Gerät gespeichert sind, sondern aus dem Internet gestreamt werden. Wer diese Dienste über WLAN nutzt, verbraucht jedoch keine Daten vom Handy-Abo.

Ebenfalls grosse Datenmengen werden bei der Nutzung von Cloud-Speichern und Navis übertragen. Wer also häufig Youtube, Spotify, die iCloud oder Google Maps unterwegs nutzt, sollte sich besser für ein Abo mit Internet-Flatrate entscheiden. In der Schweiz gibt es von verschiedenen Anbietern Flatrates mit unlimitierter Datennutzung.

1 GB reicht meistens aus
Wer hingegen die vorhin genannten Dienste oder vergleichbare Anwendungen nicht oder kaum nutzt, dürfte mit einem anderen Angebot günstiger fahren. E-Mail, das Surfen im Internet, die meisten Apps und auch Whats App führen in der Regel nicht zu einem grossen Datenvolumen. Viele Mobilfunk-Angebote enthalten eine bestimmte Datenmenge, weit verbreitet sind Angebote mit monatlich 200 MB bis 1 GB.

Günstige Datenpakete
Ausserdem weit verbreitet, insbesondere auch bei Prepaid-Angeboten, sind Datenpakete. Der Kunde kann zum Beispiel für rund 10 Franken ein Paket mit 500 MB kaufen. Nach 30 Tagen verfällt das Paket. Ist das Paket vorher aufgebraucht, kann der Kunde bei den meisten Anbietern ein neues Paket kaufen.

Wenn die im Abo oder im Datenpaket enthaltene Menge aufgebraucht ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Bei einigen Angeboten muss der Kunde jedes zusätzlich übertragene Megabyte einzeln zu einem teuren Preis bezahlen. Kunden, die ein solches Angebot nutzen, sollten das mobile Internet bis zum Monatsende deaktivieren. Manchmal können die Kunden auch zusätzliche Datenpakete kaufen. Bei vielen Angeboten wird die Geschwindigkeit gedrosselt: Dann kommen zwar keine zusätzliche Kosten auf die Kunden zu, allerdings ist das Internet praktisch nicht mehr brauchbar.

Praktisch: Die Smart Mobile App von Verivox analysiert die Datenhistorie des Smartphones und sagt Ihnen, wie viele Daten Sie im Monat brauchen.

Auch Speed zählt
Neben der Datenmenge ist auch die Geschwindigkeit ein Thema. Je nach Abo ist der Internet-Zugang unterschiedlich schnell. Bei Swisscom ermöglichen die langsamsten Handy-Abos einen Internet-Zugang mit nur 200 kBit/s, die schnellsten mit 300 MBit/s – ein riesiger Unterschied. Eine Geschwindigkeit von 200 kBit/s reicht für E-Mails, Musikstreaming und WhatsApp. In der Praxis dürfte diese Geschwindigkeit den meisten Kunden zu langsam sein.

Bei Sunrise haben die Abos „Freedom Relax“, „Freedom Max“ und „Freedom Super Max“ eine Geschwindigkeit von maximal 300 MBit/s, die anderen Angebote haben 100 MBit/s. Eine andere Strategie hat Salt, deren Abos immer 300 MBit/s bieten.

Es gibt verschiedene Netze
Für den mobilen Internet-Zugang gibt es verschiedene Netze. Am langsamsten ist das GSM-Netz. Jeder kennt es: Wenn im Handydisplay E (EDGE) oder G (GPRS) steht, dann wartet man lange, bis die Daten übertragen werden. Schneller ist 3G, insbesondere mit HSDPA oder HSDPA+. Dieses Netz bietet eine Geschwindigkeit von maximal 41 MBit/s. Sehr schnell ist das 4G-Netz, auch LTE genannt. 4G bietet 100 MBit/s, 4G+ derzeit sogar maximal 300 MBit/s. Effektiv wird eine solche Geschwindigkeit nicht erreicht, und dies ist auch gar nicht nötig. Selbst für ein Videostream in sehr guter HD-Qualität benötigt man nicht mehr als 8 MBit/s.

Voraussetzung für den schnellen Internet-Zugang über 4G/LTE ist, dass das Gerät 4G oder 4G+ unterstützt. Ausserdem muss auch das Handy-Abo 4G oder 4G+ unterstützen. Das ist fast immer der Fall.

Ralf Beyeler, Telekom-Experte Konsumenten-Portal Verivox

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