Krankenkassen Vergleich Frau mit Kind beim Arzt
Zürich, 29.11.2016

Die Franchise ist eine Kostenbeteiligung des Patienten an seinen Ausgaben für Arzt, Spital oder Medikamente. Je höher die Franchise, desto geringer die Krankenkassen-Prämie. Die Franchise gilt pro Kalenderjahr.

Für Erwachsene Personen ab 18 Jahren bieten die Krankenkassen folgende Franchisen an:

  • 300 Franken

  • 500 Franken

  • 1’000 Franken

  • 1’500 Franken

  • 2’000 Franken

  • 2’500 Franken

Bei Kindern gibt es diese Franchisen-Stufen:

  • 0 Franken

  • 100 Franken

  • 200 Franken

  • 300 Franken

  • 400 Franken

  • 500 Franken

  • 600 Franken

Achtung: Nicht alle Krankenkassen bieten jede Franchisen-Stufe an.

Konkret heisst dies, dass der Patient bis zu der gewählten Franchise von z.B. 2’000 Franken pro Jahr die Kosten für seine Gesundheitsausgaben selber zahlen muss. Betragen seine jährlichen Kosten beispielweise 5’000 Franken, dann muss er 2’000 Franken selbst zahlen. Für den Rest kommt die Versicherung auf. Allerdings kommt dazu noch ein Selbstbehalt.

Selbstbehalt

Der Selbstbehalt beträgt 10 Prozent der Kosten, aber maximal 700 Franken pro Jahr. Bei Kindern ist die Grenze 350 Franken.

Spartipp für Grossfamilien: Sind mehrere Kinder einer Familie bei derselben Krankenkasse versichert, so zahlen diese zusammen höchstens die Franchise und der Höchstbetrag des Selbstbehaltes für eine erwachsene Person.

Rechenbeispiel Kostenbeteiligung Patient und Krankenkasse

Behandlungskosten eines Jahres CHF 5’000
Anteil Patient

CHF 2'000 (bei 2000er-Franchise) + CHF 300 (10% Selbstbehalt vom Restbetrag CHF 3’000)

=CHF 2’300

Anteil Krankenkasse =CHF 2'700

Wechsel der Franchise

Franchise senken

Der Versicherte kann jeweils seine Franchise auf den 1. Januar wechseln. Darüber muss er seine Krankenkasse bis zum 30. November informieren. Gleichzeitig kann er auch die Krankenkasse wechseln. Wichtig: Besser frühzeitig den Brief abschicken, besonders wenn der letzte Kündigungstermin auf ein Wochenende fällt.

Franchise erhöhen

Zu einer höheren Franchise wechseln, kann der Versicherte ebenfalls auf das neue Jahr. Allerdings reicht es, wenn seine Versicherung bis zum 31. Dezember über die Änderung informiert wird.

Wahl der Franchise

Je höher die Franchise, desto günstiger ist die Krankenkassen-Prämie. Der Patient erhöht damit sein Risiko, mehr Gesundheitskosten selbst zu tragen. Um die richtige Franchise zu finden, sollte der Versicherte seine jährlichen Gesundheitsausgaben überschlagen. Je tiefer die Ausgaben, desto eher kann er das Risiko für eine höhere Franchise tragen.

Wer Gesundheitskosten von über 2'000 Franken im Jahr hat, wählt am besten die tiefste Franchise von 300 Franken. Gesunde Versicherte mit wenigen Ausgaben fahren mit der Franchise von 2'500 Franken am günstigsten. Aber Achtung: Wer sich für eine hohe Franchise entscheidet, sollte mindestens den Betrag der Franchise plus den Selbstbehalt auf die Seite legen, damit er im Notfall darauf zugreifen kann. Bei einer 2’500er-Franchise sind dies 3'200 Franken.

Bei Kindern ist die Franchise von 0 Franken sinnvoll, da die Einsparungen mit einer höheren Franchise gering sind und Kinder häufig zum Arzt gehen.

Weitere Sparmöglichkeiten

Neben der Wahl der passenden Franchise, kann der Versicherte besonders viel Geld sparen, wenn er sich für ein alternatives Versicherungsmodell entscheidet.

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