Managed Care
Zürich, 03.10.2017

Die obligatorische Krankenversicherung unterliegt dem Krankenversicherungsgesetz (KVG). Dieses sichert allen Einwohnern der Schweiz eine Krankenkasse zu, daher dürfen die Versicherungen auch keine Personen abweisen. In der obligatorischen Krankenversicherung, auch bekannt als Krankenkassen-Grundversicherung, sind die Leistungen für alle Personen gleich.

Es wird lediglich unterschieden zwischen zwei Alterskategorien: Kinder (bis Vollendung des 18 Jahres) und Erwachsene (ab 19 Jahre). Ausserdem ist es den Krankenkassen freigestellt, für die Altersgruppe von 19 bis 25 Jahren günstigere Prämien anzubieten.

Leistungen in der Krankenkassen-Grundversicherung

Die obligatorische Krankenkasse sorgt für eine umfassende medizinische Grundversorgung. Neben schulmedizinischen Behandlungen sind auch alternativmedizinische Methoden enthalten.

Dazu gehören die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) inklusive Akupunktur, die Anthroposophische Medizin, die Phytotherapie sowie die Homöopathie. Diese müssen allerdings von einem Arzt mit einer Zusatzausbildung in diesem Bereich durchgeführt werden, damit die Grundversicherung die Kosten übernimmt.

Die freiwillige Zusatzversicherung zahlt hingegen auch Behandlungen, die von Therapeuten, ohne schulmedizinische Ausbildung, durchgeführt werden. Sie deckt zudem auch weitere Leistungen ab, wie Zahnbehandlungen oder die Behandlungen durch den Chefarzt.

Unfallversicherung für Nicht-Berufstätige und Kinder

Berufstätige, die mehr als acht Stunden pro Woche arbeiten, sind über ihren Arbeitgeber unfallversichert. Nicht-Berufstätige und Kinder müssen die Unfalldeckung über die obligatorische Krankenversicherung decken. Siehe auch Ratgeber zur Unfallversicherung.

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