In der Schweiz gibt es vier Arten von Autoversicherungen. Jedes zugelassene Fahrzeug muss über eine Haftpflichtversicherung verfügen. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und daher Pflicht für jeden Autofahrer. Die Anbieter von Motorfahrzeughaftpflichtversicherungen offerieren in der Regel sehr ähnliche Leistungen. Die Prämienhöhen jedoch fallen durchaus unterschiedlich aus. Ein Prämienvergleich lohnt sich daher. Neben der obligatorischen Haftpflichtversicherung gibt es drei weitere Arten von Autoversicherungen, die freiwillig abgeschlossen werden können: Die Teilkasko, die Kollisionskasko und die Insassen-Unfallversicherung. Die Leistungen und die Prämienhöhen bei diesen Versicherern unterscheiden sich erheblich. Es ist lohnenswert, sich genau zu informieren, die Versicherungsleistungen und die Bonussysteme zu vergleichen und so das für die eigenen Anforderungen optimale und günstigste Paket zu finden.

Haft­pflicht­ver­si­che­rung

Diese ist gesetzlich geregelt und deckt Personen- und Sachschäden sowie infolge des Schadens entstandene Erwerbsausfälle, die der Fahrer mit seinem Auto Drittpersonen zufügt. Ausgenommen sind Fälle von Grobfahrlässigkeit. Kommt es zu einem Schadenfall durch das Fahren unter Einfluss von z. B. Drogen, Alkohol oder durch extreme Geschwindigkeit, kann die Versicherung die Kosten ganz oder teilweise zurückfordern. Einige Versicherungsgesellschaften bieten entweder die Möglichkeit, Grobfahrlässigkeit zusätzlich zu versichern, oder inkludieren einen Verzicht auf Leistungskürzung in ihrem Versicherungspaket. Grundsätzlich nicht gedeckt sind Schäden, die bei Fahrten ohne rechtmässige Bewilligung – etwa ohne Fahrausweis – entstehen.

Die meisten Versicherer bieten im Rahmen der Haftpflicht einen Bonusschutz für einen einmaligen Schadenfall pro Jahr. Ein Vergleich der Bonushöhen und der inbegriffenen respektive offerierten zusätzlichen Leistungen macht sich bezahlt.

Auch ein Vergleich der versicherten Summen empfiehlt sich. Bei den meisten Anbietern gibt es keine Begrenzung der Schadenssumme, bei einigen hingegen schon.

Schäden am eigenen Auto sind durch die Haftpflicht nicht abgedeckt. Diese Risiken versichern die Kaskoversicherungen.

Teil­kas­ko­ver­si­che­rung

Diese freiwillige Zusatzversicherung deckt zahlreiche unverschuldete Schäden am eigenen Auto ab. Die abzusichernden Risiken können bei den verschiedenen Versicherungsgesellschaften unterschiedlich kombiniert werden:

  • Diebstahl sowie Beschädigungen am Fahrzeug bei versuchtem Diebstahl
  • Elementarschäden, z. B. durch Hagel, Lawinen, Sturm, Erdrutsch, Steinschlag, Hochwasser, Schneelasten
  • Feuer, z. B. durch Brand, Blitzschlag, Explosionen und Kurzschluss
  • Glas und Glasbruch, Versicherung defekter Scheiben sowie zum Teil anderer Glasbestandteile (z. B. defekter Scheinwerfer)
  • Kollision mit Tieren
  • Vandalenakte, beispielsweise absichtliche Beschädigungen der Antenne, der Rückspiegel oder zerstochene Reifen.
  • Marder
  • Persönliche Effekten – deckt Reparaturen oder Ersatz von persönlichen Gebrauchsgegenständen im Auto, z. B. Reisegepäck. Wertsachen und Bargeld sind damit in der Regel aber nicht versichert.

Das persönlich optimalste Paket lässt sich anhand der eigenen Bedürfnisse und Rahmenbedingungen zusammenstellen. Steht ein Auto beispielsweise immer in einer Garage, wird eine Versicherung gegen Marderschäden unnötig sein. Es empfiehlt sich daher, im Vorfeld die eigenen Anforderungen zu definieren und anhand derer die Offerten der Versicherungsanbieter zu vergleichen.

Da die Teilkaskoversicherung selbst verursachte Schäden nicht abdeckt, ist oftmals eine Kollisionskasko ratsam.

Kol­li­si­ons­kas­ko­ver­si­che­rung

Auch dieser Zusatz zur Autoversicherung ist freiwillig. Sie deckt in erster Linie selbst verursachte Schäden am eigenen Auto ab. Bei einigen Versicherungen heisst die Kombination aus Kollisions- und Teilkasko auch Vollkaskoversicherung. Für geleaste Fahrzeuge ist die Vollkasko in der Regel Pflicht. Ansonsten gilt es abzuwägen, ob sich ein solcher Versicherungsschutz für das eigene Fahrzeug lohnt. Für neuere Autos wird die Kollisionskaskoversicherung üblicherweise mit Zeitwertzusatz abgeschlossen. Bei einem Totalschaden zahlt der Versicherer damit rund 20 Prozent mehr als den aktuellen Marktwert des Fahrzeugs. Der Kauf eines vergleichbaren Autos ist dadurch einfacher. Ohne diesen Zusatz wird bei Totalschaden nur der Zeitwert bezahlt. Der Zeitwertzusatz ist bei den Versicherungsanbietern unterschiedlich lang möglich. Bei einigen bis zum siebten Betriebsjahr des Autos, bei anderen bis zum zehnten und darüber hinaus.

In­sas­sen Un­fall­ver­si­che­rung

Diese freiwillige Unfallversicherung deckt die Kosten für Personenschäden des Fahrers und der Insassen ab. Diese Unfallversicherung kann getrennt für den Fahrer, den Beifahrer oder alle Insassen abgeschlossen werden. Sind die Insassen schon über die Krankenkasse oder ihren Arbeitgeber versichert, ist diese Versicherung nicht in jedem Fall notwendig. Einzelne Versicherungen bieten auch eine Abdeckung der Heilungskosten für Haustiere an.

Be­rech­nung der Prä­mi­en­hö­he.

Die Prämien für die verschiedenen Versicherungsarten und die diversen Zusätze sind bei den Versicherungsanbietern sehr unterschiedlich. Für ihre Berechnung werden zahlreiche Faktoren berücksichtigt. So zum Beispiel die Fahrpraxis des Lenkers, das Automodell, Alter und Nationalität des Fahrers oder auch der Wohnkanton. Gleichzeitig rechnen einige Versicherer auch Rabattfaktoren ein, wie z. B. die Energieeffizienz des Wagens oder die Verpflichtung, Reparaturen ausschliesslich in Partnergaragen durchführen zu lassen. Auch für geringe jährliche Kilometerleistung gibt es bei einigen Versicherungen Prämienreduktionen. Zudem führen ein freiwilliger höherer Selbstbehalt oder eine längere Vertragsdauer zu niedrigeren Prämien.

Zu­sätz­li­che Ser­vice­leis­tun­gen

Die grössten und am schwierigsten vergleichbaren Unterschiede der Versicherungsanbieter sind die Zusatzleistungen, die offeriert werden. Sie reichen von der Pannenhilfe (Assistance) über die Rückerstattung von Schlüsselersatz- und Schlossänderungskosten bis hin zur psychologischen Betreuung nach einem schweren Unfall und zur Art, wie ein Schaden abgewickelt wird. Die Pakete für den Auslandschadenschutz gibt es ebenfalls in unterschiedlichen Varianten. Auch hier empfiehlt sich, die Angebote nach den persönlichen Bedürfnissen zu beurteilen und sich so für das individuell perfekte und günstigste Schutz-Paket zu entscheiden.

Im Ver­gleich der Au­to­ver­si­che­rung be­rück­sich­tig­te Ver­si­che­rer

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