Ein Handy-Abo ist praktisch. Konsumenten können ihr Smartphone nutzen und erhalten erst später eine Rechnung. 58 Prozent aller Mobilfunkanschlüsse in der Schweiz sind Handy-Abos, der Rest Prepaid-Angebote. Bei diesen bezahlen die Kunden zuerst Guthaben ein und können dann solange kommunizieren, bis das Guthaben aufgebraucht ist.

3 Mo­bil­funk-Net­ze und vie­le An­bie­ter

In der Schweiz betreiben Swisscom, Sunrise und Salt ein eigenes Mobilfunknetz. Es gibt Angebote von zahlreichen weiteren Anbietern. Hinter den meisten Produkten steckt einer der drei grossen Netzbetreiber. M-Budget Mobile ist ein Angebot von Swisscom, Coop Mobile eines von Salt. Hinter Aldi Suisse Mobile, Yallo und Lebara steckt jeweils Sunrise. UPC – bekannter unter dem bisherigen Namen Cablecom – bietet ein Mobilfunk-Angebot auf dem Salt-Netz an.

Was kos­tet ein Han­dy-Abo? Vie­le be­zah­len viel zu viel. Was ist da­bei?

Günstige Handy-Abos gibt es bereits ab rund 20 CHF pro Monat. Aufgepasst: Es können zusätzliche Gebühren anfallen, zum Beispiel für Anrufe in Fremdnetze. Interessanter sind Angebote für unter 30 Franken. Mehrere Anbieter bieten für unter 30 Franken eine Flatrate oder Quasi-Flatrate für Telefonie und SMS an: Enthalten sind zum Beispiel eine Flatrate für 1000 Minuten und 1000 SMS. Kaum ein Konsument schöpft dies aus. Wer gerne MMS verschickt, sollte darauf achten, dass MMS im Abo inklusive sind. Bei einigen Angeboten sind MMS inklusive, bei anderen bezahlt der Kunde für jede MMS einzeln.

Enthalten sind bei diesen Angeboten typischerweise auch 1 GB Datenvolumen für das Surfen in der Schweiz. Dieses Datenvolumen reicht den allermeisten völlig aus, und Konsumenten können hier viel Geld sparen. Tipp: Die Smart-Mobile-App von Verivox für Android-Smartphones zeigt an, wie viele Daten in bis zu  drei  Monaten durchschnittlich pro Monat übertragen wurden.

Eine „echte“ Flatrate gibt es ab rund 50 Franken im Monat. Damit können die Schweizer unlimitiert innerhalb der Schweiz telefonieren, SMS verschicken und Daten übertragen.

Nicht alle Num­mern sind da­bei

Egal ob man 1000 Minuten dabei hat, oder eine Flatrate: Es gibt Nummern, die sind nicht inklusive. Dazu gehören insbesondere Anrufe auf Kundendienst-Nummern, die mit 084x beginnen. Gespräche auf diese Nummern kosten maximal rund 8 Rappen pro Minute. Nicht in der Flatrate enthalten sind auch Anrufe auf teure 090x-Nummern. Wer eine solche Nummer vom Handy aus anruft, bezahlt den neben der Nummer publizierten Tarif. Die Mobilfunk-Anbieter dürfen keine Zuschläge mehr für Anrufe vom Handy aus verrechnen.

Wech­sel ist ein­fach, und die Han­dy­num­mer bleibt

Ein Wechsel des Handy-Abos ist einfach: Einfach beim neuen Anbieter ein Abo abschliessen. Auf Wunsch können Konsumenten die Nummer behalten. Tipp: Mit der neuen Smart-Mobile-App für Android-Geräte von Verivox müssen Kunden nicht mehr Preislisten studieren. Auch muss man sich keine Gedanken mehr über das eigene Nutzungsverhalten machen. Die App rechnet die passenden Abos individuell aus.

Kün­di­gen – Wor­auf ach­ten?

Wer seine Nummer behalten möchte, kündigt sein Handy-Abo mit dem Abschluss des Vertrags beim neuen Anbieter. Egal, ob man die Nummer mitnimmt oder nicht: Die Kündigungsfrist muss eingehalten werden. Eine vorzeitige Vertragsauflösung kann mehrere hundert Franken kosten. Die Kunden von Swisscom und Salt haben meistens einen Vertrag mit einer Mindestlaufzeit von 12 oder 24 Monaten. Wichtig zu wissen: Bezieht man ein Smartphone wie ein iPhone oder ein Samsung-Galaxy-Gerät, beginnt die Mindestlaufzeit wieder neu zu laufen.

Sunrise und die kleineren Anbieter haben in der Regel nur eine kurze Mindestvertragsdauer, weit verbreitet sind ein Monat oder zwei Monate. Ist die Mindestvertragsdauer abgelaufen, müssen die Konsumenten auf die Kündigungsfrist achten. Diese beträgt bei Swisscom 2 Monate, bei Sunrise 1 Monat und bei Salt 3 Monate.

In­ter­net-Ge­schwin­dig­kei­ten und Da­ten­vo­lu­men

Je nach Handy-Abo erhalten die Kunden unterschiedliche maximale Internetgeschwindigkeiten. Swisscom stuft die Handy-Abos nach Internetgeschwindigkeit ab. Je teurer das Abo, desto höher der Speed. Konsumenten sollten sich jedoch nicht von Geschwindigkeiten von mehreren hundert MBit/s blenden lassen. Es sind theoretisch mögliche Geschwindigkeiten, die in der Regel nicht erreicht werden und meist  gar nicht benötigt werden. Für das Streamen eines Videos in HD-Qualität braucht es nicht mehr als 8 MBit/s.

Bei vielen Produkten erhält der Kunde eine echte Daten-Flatrate. Innerhalb der Schweiz kann der Kunde beliebig viele Daten übertragen. Allerdings haben solche echten Flatrates auch ihren Preis. Ab rund 50 Franken im Monat sind diese Handy-Abos erhältlich. In vielen Handy-Abos ist das Datenvolumen begrenzt. Für Konsumenten, die keine datenintensiven Dienste wie Videostreaming (Youtube), Musikstreaming (Radio, Spotify), Clouds oder Navis nutzen, reicht eine Datenmenge von 500 MB oder 1 GB in der Regel problemlos. Viele Anbieter werben auch mit „unlimitierten Internet“: Das Internet ist zwar unlimitiert, aber nach Erreichen einer bestimmten Datenmenge wird die Geschwindigkeit so stark reduziert, dass es nicht mehr sinnvoll benutzt werden kann.

Wie sieht es beim Roa­ming aus?

Aufpassen müssen die Konsumenten immer noch im Ausland. Je nach Abo gibt es Inklusive-Roaming. Doch die enthaltenen Datenmengen sind beschränkt. Die Konsumenten sollten daher im Ausland über das Mobilfunknetz keine Videos ansehen oder Radiosender hören. Grundsätzlich sollte sich der Kunde vor der Reise ins Ausland über günstigere Datenpakete informieren, denn diese können bis zu 20 Mal günstiger sein.