schwangere frau beim arzt
Zürich, 14.11.2016

Gut versichert durch die Schwangerschaft

Die Grundversicherung deckt die medizinisch notwendigen Leistungen in allen Lebensbereichen ab, auch während der Schwangerschaft und der Geburt. Verivox zeigt, welche Leistungen dies sind und warum sich eine Zusatzversicherung lohnen könnte.

Baby unterwegs? Gratulation! Und keine Sorge, die obligatorische Grundversicherung deckt die Kosten während der Schwangerschaft, der Geburt und der Erholungszeit danach. Und gleich noch eine gute Nachricht: Während der Schwangerschaft und der Zeit nach der Geburt entfällt zudem die Kostenbeteiligung (Selbstbehalt, Franchise und Spitalbeitrag) für die medizinischen Behandlungen.

Mehr Leistungen bei Risikoschwangerschaften

Verläuft die Schwangerschaft normal, übernimmt die Grundversicherung die Kosten für sieben Routineuntersuchungen und zwei Ultraschalluntersuchungen. Besteht eine Risikoschwangerschaft, zum Beispiel wegen dem höheren Alter der werdenden Mutter oder wenn Mehrlinge unterwegs sind, zahlt die Krankenkasse so viele Kontrollen und Ultraschalle wie nötig sind.

Vorgeburtliche Tests beim Baby wie zum Beispiel der Ersttrimestertest zur Abklärung des Risikos einer Trisomie 21, 18 oder 13 wird von der Kasse übernommen, genauso wie der nicht-invasive Pränatal-Test. Besteht ein erhöhtes Risiko, werden weitere Tests ebenfalls von der Grundversicherung bezahlt.

Geburtsvorbereitungskurs, Hausgeburt und Stillberatung

Rückt die Geburt näher, wird der Geburtsvorbereitungskurs ein Thema. Die Grundversicherung steuert 150 Franken an einen Gruppenkurs bei. Die Kosten für die Geburt in einem Listenspital des Wohnkantons, in einem Geburtshaus oder daheim mit einer Hebamme oder einer Ärztin sind ebenfalls obligatorische Leistungen. Und auch den Spitalaufenthalt des Babys nach der Geburt zahlt die Krankenkasse der Mutter. Drei Stillberatungen und eine Nachkontrolle sind ebenfalls enthalten.

Mit diesem Leistungspaket der Grundversicherung ist jede werdende Mutter ausreichend versichert. Wer aber mehr Komfort und mehr Leistungen will, braucht eine Zusatzversicherung und sollte explizit die Mutterschaft einschliessen.

Zusatzversicherung für mehr Komfort

Für die Geburt im Privatspital ist eine halbprivate oder private Spitalzusatzversicherung nötig. Wer zum Beispiel mehr als nur zwei Ultraschalluntersuchungen wünscht, Schwangerschaftsyoga macht oder spezielle Vitaminpräparate nimmt, braucht für eine Kostenbeteiligung eine ambulante Zusatzversicherung. 

Die Leistungen der Anbieter sind sehr unterschiedlich. Darum: Unbedingt die Bedingungen genau studieren, bevor der Vertrag abgeschlossen wird. Zusatzversicherungen sollten unbedingt frühzeitig abgeschlossen werden, denn die Versicherer kennen in der Regel Karenzfristen von neun Monaten bis zu zwei Jahren. Das heisst, dass ab Beginn der Versicherung bis zum Ende der Karenzfrist keine Mutterschschaftsleistungen bezahlt werden. Ist das Baby schon unterwegs, ist es definitiv zu spät. Da die Leistungen der Grundversicherung alles Notwendige abdecken – zwar mit etwas weniger Komfort und Luxus – ist die werdende Mutter auch ohne Zusatzversicherung gut versorgt.

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