Straße im Winter mit Warn Verkehrsschild im Fokus

Zürich - Wer im Winter in der Schweiz ohne Winterreifen unterwegs ist, verstösst gegen kein Gesetz. Winterpneus sind in der Schweiz nicht obligatorisch. Trotzdem empfiehlt es sich unbedingt, mit Winterpneus zu fahren. Ein Unfall mit einem Auto ohne Winterreifen kann schnell sehr teuer werden: Die Versicherungen können die Leistungen nämlich kürzen oder den Schaden gar nicht bezahlen.

Schneeketten für alle Fälle dabei

Mittlerweile sind in der Schweiz über ein Viertel aller Personenwagen mit Allradantrieb ausgerüstet. Bei den Neuwagen beträgt der Anteil rund 40 Prozent[1]. Ein 4x4-Fahrzeug kommt deutlich besser auf schneebedeckten Strassen den Berg hoch, aber bei besonders widrigen Verhältnissen stösst auch ein Allrad-Fahrzeug an seine Grenzen. Darum empfiehlt es sich in allen Autos, egal ob Vorderrad-, Heck- oder Allradantrieb, Schneeketten dabei zu haben.

Im Falle eines Schneekettenobligatoriums auf Pässen, Tunnelzufahrten oder anderen Strassen ist es gut, wenn die Schneeketten griffbereit im Auto verstaut sind. Muss zuerst das ganze Gepäck ausgeladen werden, um an die Ketten zu gelangen, ist das ärgerlich. Wer sich mit der Montage der Schneeketten daheim schon vertraut gemacht hat, ist im Ernstfall schneller wieder wegfahrbereit und erntet sogar Bewunderung von den anderen Autofahrern.

„Darauf vertrauen, dass eine nette Person zur Hilfe eilt, wenn man stecken geblieben ist, ist keine gute Strategie“, meint Chris Öhlund, Geschäftsführer von Verivox Schweiz. „Ziehen Sie Handschuhe an für die Montage. Damit sind Sie schneller, weil Sie keine Pause wegen klammen Fingern machen müssen.“

Kreuzen am Berg

Beim Kreuzen auf engen Passstrassen hat in der Regel das bergwärts fahrende Auto Vortritt. Talwärts fahrende Autos müssen entweder in eine Ausweichstelle fahren oder zurücksetzen. Ist das bergwärts fahrende Auto näher bei einer Ausweichstelle, muss dieses den Vortritt gewähren. Schwere Fahrzeuge wie Lastwagen oder Cars haben in jeder Fahrtrichtung Vortritt. „Beharren Sie aber nicht auf Ihrem Vortrittsrecht. Gegenseitige Rücksichtnahme bei schwierigen Strassenverhältnissen zahlt sich immer aus“, so Verivox-Schweiz-Chef Öhlund.

Auf schneebedeckten Strassen ist es immer besser, zu langsam als zu schnell zu fahren. Selbst die allerbesten Winterpneus kommen auf Schnee und Eis an ihre Grenzen. Fahren Sie vorausschauend und rücksichtsvoll. Lassen Sie sich nicht hetzen und halten Sie mehr Abstand als auf trockenen Strassen.

Was tun bei einem Unfall?

Wurden Sie trotz aller Vorsicht in einen Unfall verwickelt? Räumen Sie die Unfallstelle so schnell als möglich und stellen Sie ein Pannendreieck mindestens 50 Meter von der Unfallstelle entfernt am Strassenrand auf. Gibt es Verletzte? Alarmieren Sie die Rettungsdienste und versorgen Sie die Verletzten. Bei einem Unfall ohne Verletzte muss die Polizei nicht gerufen werden, wenn sich die Beteiligten einigen können. Wird die Polizei benachrichtigt, muss man am Unfallort bleiben. Füllen Sie das Unfallprotokoll in jedem Fall aus und informieren Sie Ihre Autoversicherung.

Günstigere Versicherung abschliessen

Nach einem Schaden, den die Versicherung bezahlt hat, haben Sie die Möglichkeit, die Autoversicherung zu kündigen und zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. Ein Vergleich der Prämien auf www.verivox.ch lohnt sich auf jeden Fall. Das Sparpotenzial beträgt einige Hundert Franken jährlich. Übrigens: Auch die Versicherung hat das Recht, Ihnen nach einem Schaden zu kündigen.

[1] Quelle: Auto-Schweiz

Weitere Tipps zum Fahren im Winter: https://www.verivox.ch/ratgeber/wie-sie-mit-ihrem-auto-sicher-durch-den-winter-kommen-553/