Tisch mit Notizen Taschenrechner und Sparschwein
Zürich, 09.01.2017

Vor dem Wechsel des Bankkontos, sollte sich der Kunde überlegen, welche Dienstleistung er wirklich benötigt. Oft enthalten Produkte Leistungen, die der Kunde nicht benötigt.

Die meisten Konsumenten nutzen ihr Bankkonto vor allem für Lohneingänge und Bancomatbezüge, viele auch für die Überweisung von Rechnungen.

Verivox hat die 11 wichtigsten Tipps für Kleinsparer zusammengestellt:

  • Mit «1% Zins» bewirbt die Zürcher Kantonalbank ihr Sparkonto. Doch aufgepasst: Den – für heutige Verhältnisse – sehr hohen Zins gibt es nur bis 5'000 Franken.
  • E-Banking statt Post: Wer seine Kontodokumente über E-Banking herunterlädt, spart bei vielen Banken Gebühren. Denn das Verschicken der Kontoauszüge per Post kostet Spesen, viele Banken überwälzen ausserdem das Porto auf ihre Kunden.
  • Debitkarten wie die Maestro-Karte, die Postfinance Card oder die V-Pay-Karte sind praktisch. Mit einer Debitkarte erhalten die Kunden an allen Bancomaten Bargeld. Wer Geld immer nur am Bancomaten seiner Hausbank bezieht und keine Einkäufe mit seiner Debitkarte bezahlt, kann auf diese verzichten und so die Jahresgebühr sparen. Denn viele Banken bieten eine gebührenfreie Kontokarte an, die allerdings nur an den hauseigenen Bancomaten funktioniert.
  • Für den Bargeldbezug an bankfremden Automaten fallen bei vielen Banken Gebühren an. Jeder Bezug kostet typischerweise 2 Franken. Es gibt Banken, bei denen eine bestimmte Anzahl Bancomat-Bezüge inklusive ist. Für Kunden, die nicht vor jedem Bargeldbezug überlegen wollen, ob für die Bancomat-Nutzung Gebühren anfallen, gibt es Produkte mit gebührenfreiem Bargeldbezug in der ganzen Schweiz. Übrigens: Wer ein Privatkonto Plus von Postfinance oder ein Lila Plus-Paket von Valiant hat, kann sogar weltweit spesenfrei Bargeld beziehen.
  • An der Migros-Kasse erhalten Kunden der Migros Bank und der Postfinance spesenfrei Bargeld. Einfach der Kassierin sagen, dass man noch Geld beziehen möchte.
  • Bargeld an Bancomaten unbedingt mit der Debitkarte (Maestro, Postfinance Card, V-Pay) beziehen. Denn mit der Kreditkarte fallen sehr hohe Gebühren an.
  • Wer bei einer Bank einen grösseren Betrag angelegt hat, bezahlt keine oder weniger Gebühren. Die Grenze variiert je nach Bank. Oftmals ist ein Gesamtvermögen von 7'500 oder 10'000 Franken notwendig. Übrigens: Es zählt nicht nur das Guthaben auf dem Privatkonto, sondern auch Sparkonten oder Säule 3a-Konten zählen mit. Wer in ein Säule 3a-Konto einbezahlt hat, erreicht die Grenze rasch.
  • Aufgepasst beim Sparkonto: Bei einigen Banken darf man nur ein paar Bezüge gratis vom Sparkonto vornehmen. Bei der Migros Bank sind nur drei Bezüge pro Jahr vom Sparkonto spesenfrei möglich, bei der UBS immerhin sechs. Deshalb besser etwas mehr vom Sparkonto aufs Privatkonto überweisen. Bei den Sparkonten einiger Anbieter reduziert sich der Zins, wenn man Bargeld vom Sparkonto bezieht.
  • Keine Überweisungen vom Sparkonto vornehmen: Das Sparkonto ist zum Sparen. Das Bezahlen von Rechnungen über das Sparkonto ist sehr teuer. Einzig Überweisungen innerhalb der gleichen Bankbeziehung sind spesenfrei möglich. Wenn man also eine Rechnung mit Geld vom Sparkonto bezahlen will, dann sollte man zuerst auf das eigene Privatkonto Geld übertragen und dann von diesem bezahlen. Aufpassen müssen auch Paare mit einem gemeinsamen Haushalts-Sparkonto. Je nach Bank gilt die Überweisung vom Haushalts-Sparkonto auf das eigene Privatkonto nicht als spesenfreie Überweisung innerhalb der gleichen Bankbeziehung.
  • Rückzugsbedingen beachten: Wer einen grösseren Betrag vom Konto abheben will, muss die Rückzugsbedingungen beachten. Je nach Konto kann nur ein bestimmter Betrag abgehoben werden, ohne dass dafür Gebühren anfallen. Manche Banken verlangen bis zu 2 Prozent Gebühren, wenn man sich nicht an die Regel hält. Typischerweise beträgt die Einschränkung 20'000 oder 50'000 Franken pro Monat oder Quartal.
  • Sparkonten bei mehreren Banken: Bei Sparkonten verlangen die Banken in der Regel keine Kontoführungsgebühr. Es kann sinnvoll sein, bei mehreren Banken Sparkonten anzulegen. Allerdings sollte man darauf achten, dass sich bei der Hausbank genügend Vermögen auf den Konten befindet, um von günstigeren Gebühren auf dem Privatkonto profitieren zu können.
Übrigens: Verivox vergleicht die Bankgebühren und Zinsen von zehn grossen Schweizer Banken.