Motorfahrzeugsteuer berechnen
Zürich, 29.11.2016

Motorfahrzeuge und Anhänger richtig versteuern

Fahrzeughalter mit Schweizer Wohnsitz müssen ihre Motorfahrzeuge und Anhänger in ihrem Kanton anmelden und zulassen. Zudem müssen sie dem Kanton jährlich die Motorfahrzeugsteuer zahlen. Je nach Kanton fällt die Höhe dieser Steuer unterschiedlich aus.

Anmelde- und steuerpflichtige Fahrzeuge

Angemeldet und damit auch versteuert werden müssen folgende Fahrzeugarten:

  • Personenwagen
  • Mofas und Mopeds
  • Quads
  • Cars und Kleinbusse
  • Wohnmobile
  • Lastwagen und Lieferwagen
  • Land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen, zum Beispiel Traktoren
  • Spezialfahrzeuge wie Baumaschinen, Müllfahrzeuge, Feuerwehrautos, Rettungswagen

Die Motorfahrzeugsteuer fällt jeweils im Januar an und muss nach Erhalt der Rechnung innerhalb von 30 Tagen beglichen werden. Wird ein Fahrzeug neu zur Zulassung angemeldet, ist die Motorfahrzeugsteuer sofort zu bezahlen. Gegen eine Verwaltungsgebühr kann die Steuer auch auf zwei Zahlungen aufgeteilt werden. Wird die Steuer nicht bezahlt, droht der gebührenpflichtige Entzug des Fahrzeugausweises und der Kontrollschilder.

Berechnungsgrundlagen für die Motorfahrzeugsteuer

Jeder Kanton hat eine eigene Berechnungsgrundlage für die Motorfahrzeugsteuer. Daher sind Unterschiede bis zu 500 Franken für dasselbe Auto möglich. Die meisten Kantone berechnen die Motorfahrzeugsteuer auf Basis des Hubraums oder des Gesamtgewichts. Einige Kantone legen der Berechnung andere Kriterien zugrunde:

  • Leistung und Gesamtgewicht (Tessin, Waadt)
  • Hubraum und Nutzlast (Zürich, Obwalden)
  • nur die Leistung (Genf)
  • Steuer-PS (Luzern)
  • Hubraum und Steuer-PS (Neuenburg, Graubünden)

Informationen zu den Berechnungsmodalitäten sind beim zuständigen Kanton erhältlich.

Ökologische Bewertungskriterien

In manchen Kantonen spielen zudem ökologische Kriterien für die Berechnung der Motorfahrzeugsteuer eine Rolle. So können Fahrzeuge mit ausschliesslich elektrischem Antrieb generell oder für bestimmte Zeit steuerbefreit werden. Andere Kantone gewähren abhängig von der Energieeffizienzklasse des Fahrzeugs Steuerrabatte. Wieder andere wenden ein Bonus-Malus-System an und verlangen Steuerzuschläge für Fahrzeuge, die zum Beispiel den Abgasnormen nicht entsprechen.

Reduzierte Motorfahrzeugsteuer

Ebenfalls kantonal unterschiedlich gehandhabt werden Reduktionen bei der Motorfahrzeugsteuer. In Bern etwa zahlen Motorkarren und gewerbliche Motoreinachser nur ein Viertel der Steuer, landwirtschaftliche Motorfahrzeuge, Arbeitskarren und Schaustelleranhänger gar nur ein Achtel. Landwirtschaftliche Motoreinachser und landwirtschaftliche Anhänger sind im Kanton Bern von der Motorfahrzeugsteuer befreit.

Motorfahrzeugsteuer bei Wechselnummern

Für Fahrzeuge, die mit Wechselnummern genutzt werden, wird in den meisten Kantonen dasjenige Fahrzeug besteuert, für das die höhere Motorfahrzeugsteuer anfällt.

Der Unterschied zur Automobilsteuer

Im Unterschied zur Motorfahrzeugsteuer ist die Automobilsteuer nicht jährlich fällig, sondern einmalig. Für jedes Auto, das aus dem Ausland importiert oder in der Schweiz hergestellt wird, sind 4 Prozent des Normalwertes als Automobilsteuer zu bezahlen. Dies betrifft Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge bis maximal 1,6 Tonnen. Elektrisch angetriebene Fahrzeuge sind von der Automobilsteuer befreit.